Faust hat Hunger und verschluckt
sich an einer Grete

Team

Faust hat Hunger und verschluckt sich an einer Grete

von Ewald Palmetshofer
5 Sem. Projekt an der Hochschue für Musik Theater und Medien Hannover / Expo Plaza

Premiere am 24.November 2011 um 19.30
weitere Aufführungen am:
26. | 27. November 2011
1. | 2. | 3. | 4. Dezember 2011
6. | 7. | 8. Januar 2012
jeweils 19:30 Uhr

TEAM:

REGIE / LEITUNG
Nora Somaini
BÜHNE
Katharina Zerr
KOSTÜME
Katharina Lackmann / Christina Hillert
MUSIK
York
TANZ CHOREOGRAFIE
Esther Berias
LICHT
Thorsten Keppler
REGIEASSISTENZ
Aune Charlotte Stern
PRODUKTIONSASSITENZ
Caroline Roider
STIMME UND SPRACHE
Prof. Stefan Wiefel

www.schauspiel.hmtm-hannover.de

Details

EWALD PALMETSHOFER – FAUST HAT HUNGER UND VERSCHLUCKT SICH AN EINER GRETE

Projekt des 3. Studienjahres

„Kleinbürger-Party im Wohnblock. Drei Paare versuchen Konversation zu machen, schlagen Zeit tot, grillen Mitgebrachtes. Ihre Sätze sind unvollständig, ihre Worte banal. Ewald Palmetshofer, der 30jährige, gehypte Dramatiker aus Oberösterreich trifft mit seinem Mosaik aus Floskeln den Ton des Mittelmaßes.
Das Fragmentarische, das Unvollkommene dieser Kunstsprache verweist auf die Degeneration des Geistes. In den besten Momenten gelingt es ihm, die Defizite gleißend bloßzustellen. Da darf dann auch gelacht werden. Dass ausgerechnet „Faust“ ins Spiel gebracht wird, ist eine reizvolle Paradoxie.
Schauerdrama im comedy-Format. Worüber würden diese Durchschnittsbürger schon reden, wenn es nicht das unglückliche Schicksal einer Freundin zu beschreiben gäbe? Sie hat sich auf einer dieser Partys in einen Schweigsamen verliebt, der sie schwängert und verschwindet. Das Baby verscharrt sie im Wald, sucht selbst dort den Tod. Das Schauerdrama hat den Autor mehr interessiert als die Tragödie des ewig Suchenden. Goethes Faust liefert nur Versatzstücke für eine TV-Comedy. Die Worte „Kern“, „Wette“, „Verweile doch“, „Wie hast du’s?“ tauchen auf und wirkungslos wieder ab. Ein Spaß nur.
Herr Faust ist ein Außenseiter auf dieser Spießer-Party. Ansatzweise spricht er von der Unmöglichkeit, Glück, Wahrheit oder Liebe zu finden. Leere überall. Nicht so geschliffen klug wie von Elfriede Jelinek sind diese Ein-Satz-Ungetüme, die sich zu Monologen bauschen und nicht so abgründig witzig wie von Werner Schwab sind diese Wortschöpfungen. Aber Palmetshofer, schon Jelineks Kronprinz genannt, findet in der Komposition von Halbsätzen und Mäandersätzen einen originellen, eigenständigen Ausdruck.“
(Eva Maria Klinger – Nachtkritik)

BESETZUNG

Es spielen: Anne Bontemps | Laura Uhlig | Fabian Baumgarten | Jonas Minthe| David Mülller | Lars Koch

Regie: Nora Somaini
Kostüme: Katharina Lackmann, Christiane Hillert
Bühne:Katharina Zerr
Regieassistenz: Aune Charlotte Stern
Produktionsassistenz: Caroilne Roider
Technik: Thorsten Keppler

Eine Produktion des Studiengangs Schauspiel HMTMH in Kooperation mit der FH-Hannover Studiengang Szenografie und Kostüm.

Bilder