Amphitryon

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AMPHITRYON

von Heinrich von Kleist

„Ein Vorfall, koboldartig, wie ein Märchen, / Und dennoch ist es, wie das Sonnenlicht.“

Göttlicher Sex und irregeleitetes Paarungsfieber und eine immer wiederkehrende Frage: Wer bin ich, wenn Ich ein Anderer ist?
Kleists Amphitryon steht für keinen geringeren Mythos als den von der Menschwerdung eines Gottes. Nichts ist, wie es scheint. Und nichts wird sein, wie es einmal war.

Theben. In mythischer Zeit. Alkmene, die Frau des thebanischen Feldherrn Amphitryon wird von Jupiter, dem höchsten Gott des Olymp, in der Gestalt ihres Mannes besucht, während Sosias, der Diener Amphitryons, mit dem Auftrag versehen, die baldige Rückkehr seines Herren zu verkünden, von dem Gott Merkur gezwungen wird, sein Selbst aufzugeben.
Als nun Amphitryon am nächsten Morgen bei seiner Frau erscheint, trifft er diese in höchster Verzückung an, da Alkmene der festen Überzeugung ist, mit ihrem Mann eine wunderbare Liebesnacht geteilt zu haben. Wenig später wird sie sich von ihrem Mann verraten fühlen, der seine nächtliche Anwesenheit leugnet. Alkmene wird gequält, Amphitryon gehörnt. Und so nehmen die Verwirrungen, Täuschungen und Verstrickungen ihren unaufhaltsamen Lauf.
Weder Amphitryon, noch Alkmene, noch Sosias − ebenso wenig Jupiter − sind sich ihrer selbst mehr sicher, ihre Selbsterkenntnis und ihr Selbstbewusstsein werden auf eine harte Probe gestellt, wobei Kleist in einer bestechenden Sprache seine Figuren bis an den Rand der Verzweiflung treibt. Durch die Offenlegung seiner Doppelgängerrolle verhindert Jupiter schließlich das Schlimmste. Was bleibt, sind gebrochene Identitäten und ein großes „Ach!“ Alle Rätsel sind bei− und ineinander. Wer bin ich, wenn Ich ein Anderer ist?

(Quelle: www.jenaonline.de/events/th/amphitryon.htm)

Team

AMPHITRYON

von Heinrich von Kleist

Aufführung des Theaterhaus Jena

Premiere am 16. März 2006
es spielen:

Alkmene
Andrea Schmidt
 
Saskia Taeger
Amphitryon 1
Gunnar Titzmann
Amphitryon 2
Mathis Julian Schulze
Sosias 1
Sven Tjaben
Sosias 2
Tim Ehlert
Charis
Naemi Schmidt−Lauber

 

REGIE
Nora Somaini
BÜHNE UND KOSTÜME
Justina Klimczyk
DRAMATURGIE
Tanja Mette
VIDEO
Till Caspar Juon
MUSIK
Nik Bärtsch