Hannover

Details

Tätigkeit

Seit Oktober 2007 arbeite ich als Schauspiel-Professorin an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover.
Ich unterrichte das erste Semester in Schauspielgrundlagen noch bis zum Sommer 2008 und gebe den anderen Studiensemestern jeweils szenischen Unterricht bis hin zu den Vorsprechrollen im achten Semester.
Im Winter 2008 werde ich mit dem 3. Jahrgang eine Inszenierung machen.
Ich entwickle zusammen mit dem Professoren-Team verschiedene neue Fächer und Projekte, um den Studiengang kreativ zu erhalten. Ich bin ein verschiedenen Gremien und verschiedenen Organisationsforen tätig, die unsere Hochschule gestalten und weiterentwickeln wollen, um sie im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu halten.

Kreativität und Regie

Es ist mir und auch der Hochschule ein großes Anliegen, daß ich meine künstlerische Tätigkeit als Regisseurin nicht verliere und so ist es mir möglich, jeweils ein bis zwei Inszenierungen außerhalb der Hochschule zu machen.
Das freut mich sehr. Die nächste Arbeit wird in Konstanz sein.

Motive

Seit ich mit 16 Jahren begann Theater zu praktizieren, begleitete mich immer eine große Neugierde und ich war voller Fragen zur Ausübung von Theater und Schauspielkunst, die den herkömmlichen Katalog überschritten.
Fast ein wissenschaftliches Interesse an dieser Kunstform prägte mich und so wuchsen die Fragen zu immer noch mehr Fragen.
Ich entschloß mich Regie zu studieren und der Sache von einer anderen Seite auf den Grund zu gehen:
warum sind manche Momente auf der Bühne magisch und andere so banal, daß man mit dem Schlaf kämpfen muß im Zuschauerraum,
was ist lebendiges Schauspiel,
wie entsteht ein Dialog zwischen Zuschauer und Ensemble, der furchtbar ist,
wie kreiere ich eine höhere Konzentration auf der Bühne,
wie beeinflußt das Gesetz von Ursache und Wirkung das Bühnengeschehen.

Die Neue Arbeit

Ich genieße es sehr mit den Studenten zu arbeiten. Sie sind wunderbar neugierig und sehr offen und bewerten noch wenig, so daß sie mehr Freiheit haben beim Ausprobieren von vielen Dingen auf der Bühne.
Ich kann so meine Forschung weiterentwickeln, die ich mit dem Ensemble Rotolux in Berlin begonnen habe,
kann Zukunft gestalten und den Spieler-Innen etwas mitgeben, was sie vielleicht gut gebrauchen können. Plötzlich macht meine Arbeit mehr Sinn.